Krampfadern sind die nächste Form der Besenreiser – so entfernt man sie

Was sind Krampfadern?

Krampfadern werden medizinisch Varizen, Varikose oder Varikosis genannt. Eine Krampfader ist die Aussackung bzw. knotige Erweiterung einer Vene. Es gibt oberflächliche und tiefliegende Venen. Mit „Krampfader“ ist daher meistens die knotige Erweiterung einer oberflächlichen Vene gemeint. Prozentual am häufigsten treten Krampfadern an den oberflächlichen Beinvenen auf und führen zu den bekannten blauen Venenmustern. Krampfadern müssen nicht unweigerlich zu Beschwerden führen und können, wie beispielsweise bei Besenreisern üblich, symptomlos verlaufen.

krampfadern

Besenreiser sind kleine Krampfadern, die bei Erwachsenen relativ häufig vorkommen und sogar schon Jugendliche betreffen können. Die relative Häufigkeit von Krampfadern erschließt sich durch Studien, die besagen, dass bei ca. 90 % der Deutschen eine Veränderung der Venen (variköse Veränderungen) auftritt. Bei über 80 % treten Besenreiser auf, während 30 % eine sogenannte Stammvarikose (Krampfader am Hauptstamm des oberflächlichen Venensystems) bekommen. Die Veränderung der Venen geht mit dem Alter einher und betrifft Frauen ca. dreimal häufiger als Männer.

Krampfadern werden, je nach ihrer klinischen Ausprägung, in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Generell werden die Schweregrade nach Grad I bis Grad IV wie folgt unterschieden:

Krampfadern Grad I: Keine nennenswerten oder keine spürbaren Symptome. Krampfader ist komplikationslos.

Krampfadern Grad II: Auftretende Symptome sind u. a. Juckreiz, Schmerzen, Wadenkrämpfe, simple Schwellung. Krampfader ist komplikationslos.

Krampfadern Grad III: Auftretende Symptome sind ähnlich wie bei Grad II, die Beschwerden sind aber stärker ausgeprägt. Auftretende Komplikationen sind u. a. Hautveränderungen (trophische), wie beispielsweise Dermatitis, Ekzeme, Pigmentierungen. Eine weitere Komplikation ist das Auftreten einer Venenentzündung (Varikophlebitis) oder Venenthrombose.

Krampfadern Grad IV: Auftretende Symptome wie bei Grad III, nur stärkere Beschwerden. Komplikationen wie bei Grad III, allerdings kann es bei Grad IV Krampfadern zu offenen, nässenden Wunden (Ulcus cruris) kommen.

Was sind die Ursachen von Krampfadern?

In 95 % der Fälle werden Krampfadern durch eine genetische Disposition verursacht. In 5 % der Fälle treten Krampfadern sekundär in Folge von anderen Erkrankungen, wie beispielsweise einer Venenthrombose, auf. Das Auftreten von Krampfadern in Folge einer genetischen Disposition wird als primäre idiopathische Varikose bezeichnet.

Selbst wenn eine genetische Disposition vorliegt, muss das nicht zum Ausbruch der „Krankheit“ führen. So lauten viele Schlussfolgerungen zu Studien im Bereich der Genetik. Es gibt im Falle der Krampfadern bestimmte Faktoren, die das Auftreten von Krampfadern begünstigen. Dazu gehören:

  • hohes Alter
  • Rauchen
  • mangelnde Bewegung
  • Adipositas (Fettleibigkeit)
  • Hormone

Krampfadern treten häufig im fortgeschrittenen Alter auf und können bei Frauen hormonell bedingt, während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren an Häufigkeit zunehmen. Weitere Faktoren, die das Auftreten von Krampfadern begünstigen, sind mangelnde Bewegung sowie häufiges Sitzen, Liegen und Rauchen. Adipositas ist ein zunehmendes Problem und kann die Bildung von Krampfadern ebenfalls begünstigen. Nachfolgend werden Tipps zur Vorbeugung gegen Krampfadern, schwere Beine und Venenleiden gegeben.

Wie können Krampfadern behandelt bzw. entfernt werden?

Die Behandlung von Krampfadern wird, je nach Schweregrad, mit Salben, Kompressions- bzw. Stützstrümpfen, durch richtige Lagerung der Beine, mit Medikamenten oder operativ durchgeführt.

Kompressionsstrümpfe (Stützstrümpfe) komprimieren das Wadengewebe und üben so Druck auf die Beine aus. Die Venenklappen pumpen in Folge dessen stärker und schließen besser. Dem Austritt von Flüssigkeit in das umliegende Gewebe und der daraus resultierenden Bildung eines Ödems, wird vorgebeugt.

Die Beine hochzulagern sorgt für einen ungehinderten Blutfluss in Richtung Herz und mindert das Spannungsgefühl in den Beinen. Gerade in der Nacht sollten die Beine bei Spannungsgefühl hochgelagert werden.

Es gibt viele Salben auf dem Markt die helfen sollen Krampfadern vorzubeugen und zu behandeln. Die meisten Salben besitzen den Wirkstoff Heparin, der als Blutgerinnungshemmer bekannt ist und auch vielfach bei Sportverletzungen, wie Blutergüssen, zum Einsatz kommt. Einige Präparate, wie beispielsweise Varikosette, enthalten Rosskastanie als zusätzlichen Wirkstoff. Ziel der Salben ist dabei nicht die Entfernung der Krampfadern, sondern die Linderung von Symptomen.

Ebenfalls auf Basis des Wirkstoffes Rosskastanie werden Medikamente zur vorbeugenden und schmerzstillenden Behandlung von Krampfadern eingesetzt. Weitere Wirkstoffe von Venenpräparaten sind Mäusedorn oder Steinklee. Die Wirkstoffe sollen der Ödem-Bildung vorbeugen, indem Gefäßwände gestärkt oder „abgedichtet“ werden.

Die bisher genannten Behandlungsmethoden dienen entweder der Vorbeugung von Krampfadern oder der Linderung der Symptome. Eine dauerhafte, effektive Behandlung wird nur durch minimal-invasive ärztliche Therapie-Methoden oder der operativen Entfernung von Krampfadern erreicht. Es gibt viele unterschiedliche minimal-invasive Therapie-Methoden. Unterschieden werden die Therapie-Methoden:

  • Stripping
  • endovenöse Lasertherapie
  • endovenöse Radiofrequenztherapie
  • Sklerotherapie
  • CHIVA-Methode

Stripping

Die Methode Stripping umfasst das „Ziehen“ der Krampfader und ist eines der bekanntesten Verfahren. Stripping ist ein operatives Verfahren, dass zwar nicht sehr schonend, aber dennoch minimal-invasiv und effektiv ist.

Endovenöse Lasertherapie

Bei dieser Methode wird die betroffene Vene punktiert und ein Laser (2-3 mm dick) in die Vene eingeführt. Der Laser erhitzt die Veneninnenwand auf 70° C und zerstört den Venenbereich. Der Venenbereich verklebt dauerhaft, wodurch der Reflux des Blutes verhindert wird.

Endovenöse Radiofrequenztherapie

Wie bei der endovenösen Lasertherapie wird auch bei diesem Verfahren eine Sonde in die Vene eingeführt. Nur wird die Vene nicht durch Hitze, sondern mittels Radiowellen zerstört. Das Resultat, wodurch die Vene verklebt und der Reflux des Blutes verhindert wird, ist das gleiche.

Sklerotherapie

Die Sklerotherapie wird in vielen medizinischen Bereichen angewandt und führt zur Verödung von Gefäßen. Mittels Strahlen oder Chemikalien wird eine proinflammatorische Immunantwort ausgelöst, die zur „Verhärtung“ der Gefäße, beispielsweise der betroffenen Vene führt.

CHIVA-Methode

Die CHIVA-Methode ist, genau wie das Stripping, ein operativer, chirurgischer Eingriff. Im Gegensatz zum Stripping wird nicht die Vene gezogen, sondern der Venenfluss zu den tieferen Venen umgeleitet und nur der krankhafte Teil entfernt. Diese Operationsmethode soll die Stammvene erhalten.

Risiken

Wie bei jeder Operation, können auch bei den genannten operativen Eingriffen Komplikationen auftreten. Diese bestehen aber eher in der Infektion des Wundbereiches und sind verschwindend gering. Die Komplikationen die bei bestehenden Krampfadern des III. und IV. Grades auftreten können, sind weitaus schwerwiegender. Deshalb sollten Krampfadern nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sondern bedürfen einer ärztlichen Abklärung.

Wirksamkeit von Venenmitteln

Die Wirksamkeit von Salben und Medikamenten bei venösen Leiden ist eher umstritten. Allenfalls dienen Salben und Medikamente der Vorbeugung. Ob der Wirkstoff von Salben wirklich bis zur Vene vordringt und hilft, ist nicht abschließend geklärt. Ein beliebtest Mittel ist aber Varikosette, wozu man sich den Erfahrungsbericht durchlesen sollte.

Zur Vorbeugung und Behandlung von Krampfadern können Stützstrümpfe ohne Bedenken eingesetzt werden. Die stützende Wirkung der Strümpfe ist wissenschaftlich bewiesen und dient bei vorhandenen Krampfadern der symptomatischen Behandlung.

Wer eine Methode sucht, um eine Krampfader optisch zu entfernen, der ist mit den operativen bzw. minimal-invasiven Therapien gut bedient.

Tipps zur Vorbeugung

Vorbeugende Maßnahmen gegen Krampfadern sind beispielsweise:

  • Tragen von Stützstrümpfen
  • ausreichende Bewegung
  • Gewichtsreduktion (nur bei Adipositas)
  • aufhören zu Rauchen
  • Beine hochlagern

Je nach genetischer Disposition ist es schwierig Krampfadern vorzubeugen. Dennoch kann mit ausreichend Bewegung, einer evtl. Gewichtsreduktion sowie der Zigaretten-, Zigarren-, Pfeifen- und Zigarillo-Abstinenz das Auftreten von Krampfadern verhindert oder zumindest verzögert werden. Bei Spannungen in den Beinen hilft das Hochlagern der Unterschenkel einen Blutstau in den Venen zu vermeiden. Wer anfällig für Krampfadern ist, beugt mit Stützstrümpfen der Bildung weiterer Krampfadern unter Umständen vor.

Richtige Entfernung von Besenreisern bzw. Varikosen – Anleitung und Infos

Viele Optionen gibt es Besenreiser zu entfernen. Hauptsächlich sind drei Behandlungen besonders erfolgversprechend. Es handelt sich um

  • das Veröden
  • das Auftragen von speziellen Cremes
  • das Lasern

Auf medizinischen Weg können die Besenreiser verödet werden. Mediziner sprechen hier von einer Sklerosierung. Es handelt sich um einen Eingriff unter örtlicher Betäubung der rund 30 Minuten dauert. In die kleinen Äderchen wird mittels einer feinen Kanüle (Nadel) ein alkoholisches Mittel zur Verödung injiziert (gespritzt). Das Prinzip beruht darauf, dass durch diesen Wirkstoff die Gefäßwände gereizt werden. Infolge der lokalen Entzündung verkleben die Venenwände. Damit bei dieser Methode die Besenreiser erfolgreich therapiert werden können, ist die Basis, dass die Besenreiser bereits eine gewisse Größe erreicht haben. Nur so ist es dem Arzt, der die Behandlung ausführt möglich, diese, mit einer Kanüle zu treffen.

Der Patient kann nach der Behandlung leichte Schmerzen oder ein unangenehmes Brennen rund um die Einstichstelle verspüren. Unumgänglich für den Heilungserfolg ist das Anlegen eines Druckverbandes oder das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach dem Eingriff. Es ist nicht auszuschließen, dass sich brauen Flecken auf der Haut bilden können.

Creme Medikamente

Sind die Besenreiser noch nicht so ausgeprägt und man will noch nicht zu eben aufgeführten Behandlungsmöglichkeiten zurückgreifen, ist das Auftragen von Besenreiser- Cremes eine Empfehlung. Die speziellen Cremes verfügen über einen hohen Anteil an Vitamin K 1. Täglich zweimal wird diese auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Haut warm und feucht ist. So hat sich die Möglichkeit tief in das Bindegewebe einzudringen und die Venen zu entlasten. Das Vitamin K 1 der Cremes beeinflusst nicht nur die Gerinnungsfähigkeit, sondern steigert auch die Blutzirkulation. Mehr wissenswertes zu diesem Verfahren kann man auf http://www.besenreiser-entfernen.net/ nachlesen.

Oftmals quält die Betroffenen die Frage, ob das Lasern von Besenreisern schmerzhaft ist. Die Behandlung selbst wird als etwas unangenehm beschrieben. Das leichte Zwicken während der Therapie kann durch eine örtliche Anästhesie (Betäubung) vermieden werden. Rund bis zu 20 Minuten sind für eine Laserbehandlung einzuplanen. Obwohl der erfahrene Arzt Einstellungen am Lasergerät vornehmen kann, ist nicht auszuschließen, dass im bereits behandelten Areal der Laser nochmals zu Einsatz kommen muss. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass eine Laserbehandlung mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Bei der Lasertherapie wird vorab der etwas größere Venenast entfernt.

Messer Skalpel

Mittels minimalem chirurgischen Eingriff wird das Nährgefäß beseitigt. Das Licht des Laserstrahls kann sehr starke Entzündungen verursachen. Unter Umständen kann die Therapie zu einem Pigmentverlust führen. Daraus resultiert ein Abdrücken der betroffenen Vene. Vor allem in den ersten Wochen besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. An den behandelten Stellen ist die Haut durch die erhöhte Durchlässigkeit der Haut für Keime besonders empfänglich. Grundsätzlich kann es nach der Behandlung zu allergischen Reaktionen kommen. In der Regel sind es Juckreiz und Hautrötungen. Erst im Abstand von drei bis vier Wochen sind, falls erforderlich, weitere Sitzungen möglich.

Behandlungskosten

Bei der Entfernung von Besenreisern handelt es sich um keine zwingende medizinische Indikation (Notwendigkeit). Aus diesem Grund werden die Kosten auch nicht durch die Krankenkassen erstattet. Für eine Behandlung können zwischen 100,00 Euro bis 700,00 Euro einkalkuliert werden. Das ist von unterschiedlichen Punkten abhängig. Zum einen ist die Dauer der Behandlung ein Aspekt. Ferner richtet es sich auch nach den Preisen, welche die Fachärzte für ihre Leistungen erheben. Hat man sich für ein Veröden oder für eine Laserbehandlung entschlossen hat, ist ein Online-Vergleich bezüglich des Preis-Leistungs-Niveaus vorzunehmen. Aufgrund der aufgeführten Risiken, ist eine preiswerte Behandlung von nicht professionellen Kräften keine geeignete Alternative.

Prophylaxe

Auch der Entstehung von Besenreisern kann bis zum gewissen Grad vorgebeugt werden, es sei denn, es liegt eine genetische Veranlagung zur Krampfaderbildung vor. In diesem Fall ist es möglich, deren Bildung abzumildern oder auch hinauszuzögern. Grundsätzlich gilt, dass sitzen und stehen schlecht, laufen und liegen hingegen gut gegen Besenreiser ist. Besonders geeignet sind viel Bewegung und Sport. Bei den Sportarten bieten sich,

  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Walken
  • Joggen

Zudem sind sie der Figur sehr förderlich. Nur in Maßen sind Sonnenbäder oder Saunabesuche zu genießen. Als günstiger erweisen sich kalte (bis 27 Grad) Duschen. Die Erschlaffungen der Venenwände treten oft bei

  • langen Flugreisen
  • langen Autofahrten

auf. Kompressionsstrümpfe wirken dieser Tatsache entgegen. Ob Hormoneinnahmen sinnvoll sind, sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Neue Verfahren

Ein relativ neues Verfahren zur Entfernung von Besenreisern ist die Radiowellentherapie. Die Vorteile diese Methode gegenüber einer Laserbehandlung stellen sich wie folgt dar:

  • Verwendung haarfeiner Sonden zur Applikation der hochfrequenten Radiowellen Energie.
  • Behandlung größerer und kleinerer Gefäße ist möglich.
  • Es werden sofortige Erfolge sichtbar.
  • Keine direkte Verletzung der Haut.
  • Es ist eine schnelle und schmerzarme Methode.
  • Meist ist keine zweite Behandlung erforderlich.
  • Eine Gefahr von Entzündungen besteht hierbei nicht.
  • Da keine Pigmentverschiebungen eintreten, ist die Behandlung auch bei bereits gebräunter Haut oder in den Sommermonaten möglich.
  • Anschließender Aufenthalt in der Sonne ist nicht nur eingeschränkt möglich.
  • Besonders geeignet für Gesichtsbehandlungen, da keine Pigmentstörungen auftreten.
  • Sichtbarer Verschluss auch großer Gefäße durch die Radiowellentherapie.
  • Teilweise konnten durch die Radiowellentherapie durch Verödungen zurückgebliebene Rötungen sogar restlos beseitigt werden.

Bei den Kosten gilt aber das Gleiche wie bei der Verödung und der Laserbehandlung. Sie werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Sie belaufen sich auf rund 300,00 Euro pro Einheit.

Fazit

Vor allem in den Sommermonaten sind die Besenreiser besonders störend. Viele Frauen vermeiden es, aus ästhetischen Gründen, kurze Röcke oder Sommerkleider zu tragen. Es gibt genügend Möglichkeiten aktiv gegen die Besenreiser vorzugehen. Lediglich der finanzielle Gesichtspunkt könnte zum Hindernis werden. Es handelt sich ja schließlich um keine Krankheit, die unbedingt behandelt werden muss.

Varikosen (Besenreiser) Definiton – Ursachen – Häufigkeit – Diagnostik

Besenreiser (Varikose) zeigen sich als eine Vernetzung von Venen direkt in der Oberhaut. Im medizinischen Sinne sind Besenreiser keine Krankheit. Dennoch leiden, vor allem Frauen, durch die auffallende Optik psychisch unter ihnen. Vor allem im Beinvenensystem treten Besenreiser auf, was beim Tragen von Badebekleidung, Kleidern und Röcken, stechen die Besenreiser hervor. Obwohl es einige Tipps gibt, Besenreisern vorzubeugen oder auch selbst zu behandeln, ist meist professionelle Hilfe erforderlich.

Viele Beine

Definition

Definiert werden Besenreiser als kleine netz- oder fächerförmige Venen, welche sichtbar in der Oberhaut liegen. Bei Besenreisern handelt es sich um eine Unterform von Krampfadern (Varizen).

Während die Besenreiser vorwiegend an den Beinen auftreten, sprechen viele Menschen auch von Besenreisern im Gesicht. Hierbei handelt es sich um Teleangiektasien. Den Frauen ist dieser Begriff eher unter Couperose bekannt. Betroffen von den erweiterten Äderchen sind die Bereiche um die Nase, die Wangen und auch die Stirn.

Unterschied zwischen Besenreiser und Krampfadern

Die Besenreiser sind eine spezielle Form der Krampfadern. Die Ausprägung von Venenkrankheiten kann in unterschiedlicher Intensität auftreten. Eine Ausprägung stellen die Besenreiservarizen dar. Oftmals sind die Besenreiser bereits ein Vorbote für Krampfadern.

Krampfadern und Besenreiser sind von der sogenannten Couperose zu unterscheiden, bei der feine blaurote Äderchen in Form von Verästelungen im Gesicht, in der Regel rund um die Nase und an den Wangen, sichtbar werden. Bei der Couperose handelt es sich um anlagebedingte Gefäßerweiterungen. Sie unterscheiden sich sowohl in ihrem Ursprung als auch der Ausprägung im Vergleich zu Besenreisern und Krampfadern. Sie können mit speziellen Cremes behandelt werden.

Besenreiser sehen viele Ärzte als Alarmsignal. Unter den sich oberflächlich befindlichen Besenreisern können sich parallel tiefe Krampfadern verbergen. Diese können unter Umständen gesundheitsgefährdend sein. Es kann also nicht schaden, wenn der behandelnde Arzt sich die Beine einmal anschaut, vor allem dann, wenn die Besenreiser im verstärkten Maße auftreten. Er hat die Möglichkeit mit einer Ultraschalluntersuchung abzuklären, ob sich eventuell schon Krampfadern gebildet haben.

Ursachen bzw. Entstehung

Häufig sind Besenreiser und auch Teleangiektasien auf Störungen des Hormonhaushaltes und des Leberstoffwechsels zurückzuführen. Ferner begünstigen Alkohol und Kost, welche reich an Zucker und arm an Vitalstoffen ist, deren Bildung. Oftmals sind Besenreiser in Verbindung mit Krampfadern zu beobachten. Als Ursache kommt auch eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche für die Entstehung von Besenreisern in Betracht.

Häufigkeit der Besenreiser

Mit dem kosmetischen Problem der Besenreiser schlägt sich eine ständig steigende Anzahl an Menschen herum. Betroffen sind sowohl Frauen als auch Männer. Meist tritt der Besenreiser im Alter zwischen 30 Jahren und 60 Jahren auf. Die Tendenz ist, dass sich die Besenreiser schon in jüngeren Jahren zeigen. Konfrontiert sehen sich bis zu 60 % der Männer und Frauen schon im Alter zwischen 20 Jahren und 29 Jahren.

Diagnostik

Unterschiedlich sind die Farben der Besenreiser. Begonnen von Dunkelrot bis Rotblau. In dieser Phase ist die Veränderung der Gefäße noch nicht vollzogen. Es bleiben noch die erweiterten Gefäße mit Blut, welches arm an Sauerstoff ist. Diese sind durch die Haut gut sichtbar sind. Bei einer bläulichen bis blaugrünen Färbung ist von sehr lange gestautem Blut auszugehen. Ferner ist es ein relativ sicheres Zeichen, dass es zu Gefäßveränderungen gekommen ist.

Besenreiser in diesem Stadium bilden sich nicht mehr von allein zurück. Um erweiterte Arteriolen handelt es sich, wenn die Blutgefäße Rot bis Hellrot aussehen. Von Arteriolen spricht man, wenn es kleine Arterien im Gefäßsystem sind, welche den Übergang zu den Kapillaren darstellen. Kapillare sind lang gestreckte Röhrchen. Es sei noch der Vollständigkeit halber erwähnt, dass es bei venösen Blutgefäßen Venolen sind.