Richtige Entfernung von Besenreisern bzw. Varikosen – Anleitung und Infos

Viele Optionen gibt es Besenreiser zu entfernen. Hauptsächlich sind drei Behandlungen besonders erfolgversprechend. Es handelt sich um

  • das Veröden
  • das Auftragen von speziellen Cremes
  • das Lasern

Auf medizinischen Weg können die Besenreiser verödet werden. Mediziner sprechen hier von einer Sklerosierung. Es handelt sich um einen Eingriff unter örtlicher Betäubung der rund 30 Minuten dauert. In die kleinen Äderchen wird mittels einer feinen Kanüle (Nadel) ein alkoholisches Mittel zur Verödung injiziert (gespritzt). Das Prinzip beruht darauf, dass durch diesen Wirkstoff die Gefäßwände gereizt werden. Infolge der lokalen Entzündung verkleben die Venenwände. Damit bei dieser Methode die Besenreiser erfolgreich therapiert werden können, ist die Basis, dass die Besenreiser bereits eine gewisse Größe erreicht haben. Nur so ist es dem Arzt, der die Behandlung ausführt möglich, diese, mit einer Kanüle zu treffen.

Der Patient kann nach der Behandlung leichte Schmerzen oder ein unangenehmes Brennen rund um die Einstichstelle verspüren. Unumgänglich für den Heilungserfolg ist das Anlegen eines Druckverbandes oder das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach dem Eingriff. Es ist nicht auszuschließen, dass sich brauen Flecken auf der Haut bilden können.

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Sind die Besenreiser noch nicht so ausgeprägt und man will noch nicht zu eben aufgeführten Behandlungsmöglichkeiten zurückgreifen, ist das Auftragen von Besenreiser- Cremes eine Empfehlung. Die speziellen Cremes verfügen über einen hohen Anteil an Vitamin K 1. Täglich zweimal wird diese auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Haut warm und feucht ist. So hat sich die Möglichkeit tief in das Bindegewebe einzudringen und die Venen zu entlasten. Das Vitamin K 1 der Cremes beeinflusst nicht nur die Gerinnungsfähigkeit, sondern steigert auch die Blutzirkulation. Mehr wissenswertes zu diesem Verfahren kann man auf http://www.besenreiser-entfernen.net/ nachlesen.

Oftmals quält die Betroffenen die Frage, ob das Lasern von Besenreisern schmerzhaft ist. Die Behandlung selbst wird als etwas unangenehm beschrieben. Das leichte Zwicken während der Therapie kann durch eine örtliche Anästhesie (Betäubung) vermieden werden. Rund bis zu 20 Minuten sind für eine Laserbehandlung einzuplanen. Obwohl der erfahrene Arzt Einstellungen am Lasergerät vornehmen kann, ist nicht auszuschließen, dass im bereits behandelten Areal der Laser nochmals zu Einsatz kommen muss. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass eine Laserbehandlung mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Bei der Lasertherapie wird vorab der etwas größere Venenast entfernt.

Messer Skalpel

Mittels minimalem chirurgischen Eingriff wird das Nährgefäß beseitigt. Das Licht des Laserstrahls kann sehr starke Entzündungen verursachen. Unter Umständen kann die Therapie zu einem Pigmentverlust führen. Daraus resultiert ein Abdrücken der betroffenen Vene. Vor allem in den ersten Wochen besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. An den behandelten Stellen ist die Haut durch die erhöhte Durchlässigkeit der Haut für Keime besonders empfänglich. Grundsätzlich kann es nach der Behandlung zu allergischen Reaktionen kommen. In der Regel sind es Juckreiz und Hautrötungen. Erst im Abstand von drei bis vier Wochen sind, falls erforderlich, weitere Sitzungen möglich.

Behandlungskosten

Bei der Entfernung von Besenreisern handelt es sich um keine zwingende medizinische Indikation (Notwendigkeit). Aus diesem Grund werden die Kosten auch nicht durch die Krankenkassen erstattet. Für eine Behandlung können zwischen 100,00 Euro bis 700,00 Euro einkalkuliert werden. Das ist von unterschiedlichen Punkten abhängig. Zum einen ist die Dauer der Behandlung ein Aspekt. Ferner richtet es sich auch nach den Preisen, welche die Fachärzte für ihre Leistungen erheben. Hat man sich für ein Veröden oder für eine Laserbehandlung entschlossen hat, ist ein Online-Vergleich bezüglich des Preis-Leistungs-Niveaus vorzunehmen. Aufgrund der aufgeführten Risiken, ist eine preiswerte Behandlung von nicht professionellen Kräften keine geeignete Alternative.

Prophylaxe

Auch der Entstehung von Besenreisern kann bis zum gewissen Grad vorgebeugt werden, es sei denn, es liegt eine genetische Veranlagung zur Krampfaderbildung vor. In diesem Fall ist es möglich, deren Bildung abzumildern oder auch hinauszuzögern. Grundsätzlich gilt, dass sitzen und stehen schlecht, laufen und liegen hingegen gut gegen Besenreiser ist. Besonders geeignet sind viel Bewegung und Sport. Bei den Sportarten bieten sich,

  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Walken
  • Joggen

Zudem sind sie der Figur sehr förderlich. Nur in Maßen sind Sonnenbäder oder Saunabesuche zu genießen. Als günstiger erweisen sich kalte (bis 27 Grad) Duschen. Die Erschlaffungen der Venenwände treten oft bei

  • langen Flugreisen
  • langen Autofahrten

auf. Kompressionsstrümpfe wirken dieser Tatsache entgegen. Ob Hormoneinnahmen sinnvoll sind, sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Neue Verfahren

Ein relativ neues Verfahren zur Entfernung von Besenreisern ist die Radiowellentherapie. Die Vorteile diese Methode gegenüber einer Laserbehandlung stellen sich wie folgt dar:

  • Verwendung haarfeiner Sonden zur Applikation der hochfrequenten Radiowellen Energie.
  • Behandlung größerer und kleinerer Gefäße ist möglich.
  • Es werden sofortige Erfolge sichtbar.
  • Keine direkte Verletzung der Haut.
  • Es ist eine schnelle und schmerzarme Methode.
  • Meist ist keine zweite Behandlung erforderlich.
  • Eine Gefahr von Entzündungen besteht hierbei nicht.
  • Da keine Pigmentverschiebungen eintreten, ist die Behandlung auch bei bereits gebräunter Haut oder in den Sommermonaten möglich.
  • Anschließender Aufenthalt in der Sonne ist nicht nur eingeschränkt möglich.
  • Besonders geeignet für Gesichtsbehandlungen, da keine Pigmentstörungen auftreten.
  • Sichtbarer Verschluss auch großer Gefäße durch die Radiowellentherapie.
  • Teilweise konnten durch die Radiowellentherapie durch Verödungen zurückgebliebene Rötungen sogar restlos beseitigt werden.

Bei den Kosten gilt aber das Gleiche wie bei der Verödung und der Laserbehandlung. Sie werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Sie belaufen sich auf rund 300,00 Euro pro Einheit.

Fazit

Vor allem in den Sommermonaten sind die Besenreiser besonders störend. Viele Frauen vermeiden es, aus ästhetischen Gründen, kurze Röcke oder Sommerkleider zu tragen. Es gibt genügend Möglichkeiten aktiv gegen die Besenreiser vorzugehen. Lediglich der finanzielle Gesichtspunkt könnte zum Hindernis werden. Es handelt sich ja schließlich um keine Krankheit, die unbedingt behandelt werden muss.

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