Varikosen (Besenreiser) Definiton – Ursachen – Häufigkeit – Diagnostik

Besenreiser (Varikose) zeigen sich als eine Vernetzung von Venen direkt in der Oberhaut. Im medizinischen Sinne sind Besenreiser keine Krankheit. Dennoch leiden, vor allem Frauen, durch die auffallende Optik psychisch unter ihnen. Vor allem im Beinvenensystem treten Besenreiser auf, was beim Tragen von Badebekleidung, Kleidern und Röcken, stechen die Besenreiser hervor. Obwohl es einige Tipps gibt, Besenreisern vorzubeugen oder auch selbst zu behandeln, ist meist professionelle Hilfe erforderlich.

Viele Beine

Definition

Definiert werden Besenreiser als kleine netz- oder fächerförmige Venen, welche sichtbar in der Oberhaut liegen. Bei Besenreisern handelt es sich um eine Unterform von Krampfadern (Varizen).

Während die Besenreiser vorwiegend an den Beinen auftreten, sprechen viele Menschen auch von Besenreisern im Gesicht. Hierbei handelt es sich um Teleangiektasien. Den Frauen ist dieser Begriff eher unter Couperose bekannt. Betroffen von den erweiterten Äderchen sind die Bereiche um die Nase, die Wangen und auch die Stirn.

Unterschied zwischen Besenreiser und Krampfadern

Die Besenreiser sind eine spezielle Form der Krampfadern. Die Ausprägung von Venenkrankheiten kann in unterschiedlicher Intensität auftreten. Eine Ausprägung stellen die Besenreiservarizen dar. Oftmals sind die Besenreiser bereits ein Vorbote für Krampfadern.

Krampfadern und Besenreiser sind von der sogenannten Couperose zu unterscheiden, bei der feine blaurote Äderchen in Form von Verästelungen im Gesicht, in der Regel rund um die Nase und an den Wangen, sichtbar werden. Bei der Couperose handelt es sich um anlagebedingte Gefäßerweiterungen. Sie unterscheiden sich sowohl in ihrem Ursprung als auch der Ausprägung im Vergleich zu Besenreisern und Krampfadern. Sie können mit speziellen Cremes behandelt werden.

Besenreiser sehen viele Ärzte als Alarmsignal. Unter den sich oberflächlich befindlichen Besenreisern können sich parallel tiefe Krampfadern verbergen. Diese können unter Umständen gesundheitsgefährdend sein. Es kann also nicht schaden, wenn der behandelnde Arzt sich die Beine einmal anschaut, vor allem dann, wenn die Besenreiser im verstärkten Maße auftreten. Er hat die Möglichkeit mit einer Ultraschalluntersuchung abzuklären, ob sich eventuell schon Krampfadern gebildet haben.

Ursachen bzw. Entstehung

Häufig sind Besenreiser und auch Teleangiektasien auf Störungen des Hormonhaushaltes und des Leberstoffwechsels zurückzuführen. Ferner begünstigen Alkohol und Kost, welche reich an Zucker und arm an Vitalstoffen ist, deren Bildung. Oftmals sind Besenreiser in Verbindung mit Krampfadern zu beobachten. Als Ursache kommt auch eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche für die Entstehung von Besenreisern in Betracht.

Häufigkeit der Besenreiser

Mit dem kosmetischen Problem der Besenreiser schlägt sich eine ständig steigende Anzahl an Menschen herum. Betroffen sind sowohl Frauen als auch Männer. Meist tritt der Besenreiser im Alter zwischen 30 Jahren und 60 Jahren auf. Die Tendenz ist, dass sich die Besenreiser schon in jüngeren Jahren zeigen. Konfrontiert sehen sich bis zu 60 % der Männer und Frauen schon im Alter zwischen 20 Jahren und 29 Jahren.

Diagnostik

Unterschiedlich sind die Farben der Besenreiser. Begonnen von Dunkelrot bis Rotblau. In dieser Phase ist die Veränderung der Gefäße noch nicht vollzogen. Es bleiben noch die erweiterten Gefäße mit Blut, welches arm an Sauerstoff ist. Diese sind durch die Haut gut sichtbar sind. Bei einer bläulichen bis blaugrünen Färbung ist von sehr lange gestautem Blut auszugehen. Ferner ist es ein relativ sicheres Zeichen, dass es zu Gefäßveränderungen gekommen ist.

Besenreiser in diesem Stadium bilden sich nicht mehr von allein zurück. Um erweiterte Arteriolen handelt es sich, wenn die Blutgefäße Rot bis Hellrot aussehen. Von Arteriolen spricht man, wenn es kleine Arterien im Gefäßsystem sind, welche den Übergang zu den Kapillaren darstellen. Kapillare sind lang gestreckte Röhrchen. Es sei noch der Vollständigkeit halber erwähnt, dass es bei venösen Blutgefäßen Venolen sind.

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